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Besonderheiten GebüH

Eine gute Heilpraktikerversicherung sollte bis zu den Höchstsätzen des Gebührenverzeichnisses für Heilpraktiker leisten. Doch was bedeutet das? Und aus welchen Behandlungsrechnungen bildet sich das so genannte GebüH.

Heilpraktiker sind Freiberufler, wenn Sie einen Patienten behandeln schließen sie mit diesem einen Dienstvertrag. Dieser verpflichtet den Heilpraktiker zur Erbringung der vereinbarten Behandlungsleistungen, der Patient hingegen muss das Honorar in der Höhe zahlen, welches für die Erbringung der Behandlungsleistung vereinbart wurde.

Theoretisch kann ein Heilpraktiker verlangen, was er möchte, er ist nicht, wie der Arzt an die Gebührenordnung für Ärzte gebunden. Wird vor Behandlung allerdings keine Höhe der Vergütung ausgehandelt, so darf der Patient eines Heilpraktikers sich darauf verlassen, dass diese Rechnung im Rahmen des üblichen liegen wird. (§ 612 BGB). Die übliche Höhe der Vergütung wird nach dem so genannten billigen Ermessen beurteilt (§315 BGB).

Da das Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker auf Umfrageergebnissen unter in der Bundesrepublik Deutschland tätigen Heilpraktikern gebildet wurde, stellen die dort aufgeführten Mindest- und Höchstsätze also das „billige Ermessen“ dar. Der Patient kann sich also darauf verlassen, dass wenn vor der Behandlung kein eigenes Honorar ausgehandelt wurde, sich die Höhe der Vergütrung für die einzelnen Behandlungen am GebüH orientiert.

Die Nebenpflicht des Heilpraktikers ist die Erstellung einer übersichtlichen und nachvollziehbaren Rechnung. Die Rechnung sollte demnach neben dem Namen des Patienten auch die vollständige Diagnose und eine Auflistung der Einzelleistungen des Heilpraktikers in Form der entsprechenden GebüH Ziffer enthalten. Das entsprechende Datum, an dem die Behandlung stattgefunden hat ist selbstverständlich ebenfalls auf der Rechnung zu vermerken.

Auch, damit der Patient seine Leistungen bei seiner Heilpraktikerversicherung im Rahmen der versicherten Sätze erstattet bekommt, ist es wichtig eine entsprechende Rechnung vom Heilpraktiker zu erhalten. Pauschale Rechnungen, auf denen beispielsweise ein pauschaler Betrag von 80 Euro für Homöopathie steht, ist dabei wenig hilfreich.

Wenn der Heilpraktiker Medikamente und Arzneien nicht verordnet, sondenr aus Praxisbeständen dem Patienten mitgibt, so wäre es hilfreich hierfür eine extra Rechnung zu erstellen, bzw. als Auslagen in Rechnung zu stellen. Nur so kann sicher gestellt werden, dass der Versicherte das Geld von seiner Heilpraktikerversicherung erstattet bekommt.

Falls Leistungen erbracht werden, die nciht direkt im GebüH aufgeführt sind, können diese entsprechend einer ähnlichen GebüH- Ziffer errechnet und in Rechnung gestellt werden.

Diese Punkte sollte ein Heilpraktiker im Interesse seiner Patienten erfüllen. Versicherte sollten die erhaltenen Rechnungen bei Erhalt nach diesen Vorgaben überprüfen und gegebenenfalls berichtigen lassen, damit es von der Heilpraktikerversicherung keine Kürzungen gibt. Diese Kürzungen werden nicht willkürlich gemacht , sondern basieren meist auf einer falschen Rechnungstellung. Die Schuld liegt demnach meist bei den Heilbehandlern.

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